Gut zu wissen

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00:00:00: für was bin ich denn jetzt da und was ist mein Sinn?

00:00:02: Und dann muss man sich vielleicht wieder ein Stück weit neu orientieren, wo will er denn jetzt hin in meinem Leben.

00:00:20: Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Gut Zu Wissen!

00:00:24: Ich bin Clara Hürlemann und dieses Mal geht es darum welche Gefühle aufkommen wenn der Nachwuchs auszieht.

00:00:29: Wer leidet besonders darunter?

00:00:31: Wie überwindet man die schwierige Zeit und zieht auch positive Schlüsse daraus?

00:00:35: Diese und weitere Fragen beantwortet mir gleich die Tirolerpsychotherapeutin Ines Gestreien.

00:00:39: Hallo, Ines!

00:00:40: Schön, dass du da bist.

00:00:41: Hallo Clara, danke für die Einladung.

00:00:43: Freut mich.

00:00:43: Wenn das letzte Kind daheim auszieht und sich damit sozusagen das Nest wieder lehrt ist es auf jeden Fall ein Einschnitt für die Eltern.

00:00:52: was können dafür Gefühle aufkommen?

00:00:54: Genau meistens erleben die Eltern den Ausdruck des letzten Kindes vor allem mit vielen widersprüchlichen Gefühlen.

00:01:02: Auf der anderen Seite entsteht natürlich Freude und Stolz, das Kind in die Selbstständigkeit zu entlassen.

00:01:08: Und auch dass man vielleicht in der Erziehung dahingehend einwirken hat können, dass es zu dieser Selbständigkeit kommt.

00:01:15: Auf der andern Seite können natürlich Gefühle von Trauer, Traurigkeit entstehen aber auch einsame Momente beziehungsweise manche beschreiben des.

00:01:28: Es wird so still im Haus Echerraum.

00:01:32: Und dann geht es ein bisschen um die Frage, was geht in mir vor?

00:01:37: Wenn's so still ist.

00:01:38: mit was komme ich da in Berührung?

00:01:40: und es ist natürlich für jene Eltern ein Stück schwieriger sich an eine neue Situation zu gewöhnen wenn man sehr Rolle der Mutter beziehungsweise des Vaters identifiziert ist und da vielleicht nicht sehr breit aufgestellt ist, sondern der Fokus wirklich auf die Erziehung der Kinder.

00:02:01: Die Kehrarbeit war die Hausarbeit.

00:02:03: Und wenn dann das letzte Kind weg ist, dann bricht er schon ein natürlicher Stück weit Struktur- und Aufgabe weg und kann so ein bisschen zu Schwierigkeiten mit dem Selbstwert führen.

00:02:15: für was bin ich denn jetzt da?

00:02:16: Was ist mein Sinn?

00:02:19: vielleicht wieder ein Stück weit neu orientieren.

00:02:22: Wo will ich denn jetzt hin in meinem Leben?

00:02:25: So nach deiner Erfahrung, du hast gerade gesagt Mutterrollen, Vaterrollen erleben Frauen und Männer die Zeit oft unterschiedlich?

00:02:32: Ja das glaube ich schon wobei ohne jetzt zu viele Klischees bedienen zu wollen ist es schon meistens so dass noch die Mütter den Hauptteil der Kehrarbeit leisten Kind mit den zwanzig auszieht, dann muss man schon einen Blick haben.

00:02:51: Das sind ja zwar eine halbe Jahrzehnte wo man sich wirklich je kleiner die Kinder sein umso mehr rundum die Uhr und je größer sie werden halt vielleicht weniger aber dass man es so dem gewidmet ist während Väter halt meistens Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel und es verändert sich gesellschaftlich ja auch.

00:03:12: Aber Väter sind doch die, die relativ – also sobald der Säugling da ist einfach ihren Vollzeit.

00:03:18: Job nachgehen und von dem her dieses empty Nest vielleicht auch gar nicht so stark spüren wie eine Mutter, die vielleicht nur unter Anführungsrecht natürlich die Halbtags gearbeitet hat.

00:03:32: Und viel Zeit im Haus rund um die Versorgung des Kindes gehabt hat.

00:03:37: Ich glaube aber eben das sind weniger Geschlechtsunterschiede als viel mehr Rollenmuster

00:03:43: Und wie viel Raum es eingenommen hat

00:03:46: im Alter.

00:03:46: Genau, wie sehr hängt mein Identität, meine Rolle dran?

00:03:50: Wie viel Raum nimmt das ein?

00:03:52: Eben dann gibt's Personen die es doch stark belastet.

00:03:55: Wie lang haltet das meistens

00:03:57: an?

00:03:57: Also ich sag ja immer der Übergang von normal, gesund zu eher krankhaft oder problematisch ist immer fließender.

00:04:06: Ich denke, es ist eine Neuorientierung im Leben.

00:04:10: Es ist eine Veränderung eben nach meistens zweieinhalb Jahrzehnten im Schnitt.

00:04:16: Da braucht's wieder eine Anpassung und wir Menschen haben immer Entwicklungsphasen in dem Leben wo man gewisse Anpassungsleistungen hinbekommen sollten.

00:04:27: Und es ist vollkommen normal, wenn man mal ein paar Wochen, ein paar Monate ja widersprüchliche Gefühle hat.

00:04:34: Vielleicht auch ein Stück weit schlecht schlaft oder wirklich ein Stück in einer Sinnkrise erstolpert.

00:04:41: Wann es problematisch wird, ist einfach wenn das Unbehagen der Person zu groß wird.

00:04:46: Wir kennen das aus der psychotherapeutischen Praxis.

00:04:48: die Menschen suchen sich häufig zur Späthilfe also lieber frühzeitig mal Hilfe holen auch wenn man merkt ich ziehe mich so zurück habe meine Interessen verloren ich mag mir eigentlich mit niemandem treffen.

00:05:02: eben Ich bin fast ein bisschen verzweifelt bzw.

00:05:05: weiß gar nicht was mit mir anfangen soll, dann wäre es schon gut einfach einmal ein Gespräch auszumachen mit einer Psychotherapeutin oder einer Psychologin um ein bissel zu ordnen, was passiert da gerade in mir?

00:05:20: Es kann natürlich so eine neue Phase im Leben auch ein Stück weit wirklich eine Erkrankung oder vorübergehendes Belastungssyndrom auslösen.

00:05:32: Man kann auch reaktive Depressionen entstehen, das bedeutet Es kann leicht, mittelgradig oder schwer sein.

00:05:39: Aber es ist als Reaktion auf ein Belastungsereignis.

00:05:44: und wenn hinter dem Auszug des Kindes andere Dinge verdeckt sind wie zum Beispiel Verlusterfahrungen oder irgendwelche Bindungstrauma da dann meint man der Oberfläche es geht um den Auszug vom Kind.

00:06:01: Aber wenn man dann in der Psychotherapie genauer hinschaut, dann erkennt man doch dass es oft um frühere Bindungs- bzw.

00:06:09: Erfahrungen geht.

00:06:10: und dann reaktiviert sozusagen die Trennung vom Kind... Beim Auszug sozusagen diese alten Erfahrungen, das lauft aber eher unbewusst.

00:06:22: Das ist der Person da nicht klar.

00:06:24: Aha!

00:06:24: Das ist jetzt weil meine Mutter unsicher war und weil ich plötzlich mit zehn Jahren fremd untergebracht worden bin.

00:06:30: Also so denkt man ja nicht oder?

00:06:32: Das entdeckt man dann sozusagen in der Öffnung.

00:06:35: Auch

00:06:35: mal auf die andere Perspektive wahrscheinlich vor.

00:06:37: Genau

00:06:38: genau.

00:06:39: Und so kann man es ein Stück weit ordnen und wieder einordnen und dann kann man an den zugrunde liegenden Problematik nach.

00:06:47: oder ein Kind zum Beispiel bringt ja über Jahrzehnte wirklich eine klare Struktur in den Alltag.

00:06:53: Und wenn die dann plötzlich wegfällt, kann das auch so was wie eine innere Lehre auslösen, die durchaus in einer Sinnkrise enden können.

00:07:02: und dann ist es einfach wichtig sich unterstützen zu lassen.

00:07:05: durch das ganze Gebetsmühlenartig Bredigen, sich Hilfe holen ist keine Schwäche.

00:07:10: Sondern es ist eigentlich ein Zeichen von

00:07:11: Stärke.".

00:07:12: Was bedeutet das so für die Partnerschaft?

00:07:14: Genau!

00:07:15: Das sehen wir immer wieder als Partnerschaften.

00:07:18: Sobald die Partnerinnen zum Elternteam werden, dass sozusagen die Partnersschaft sehr in den Hintergrund geratet und das ist schade.

00:07:28: also ich empfehle immer jungen Eltern, dass sie sich immer paar Zeit einplanen Ein paar Beziehungen, die läuft nicht einfach so.

00:07:38: Also man muss da schon ein bisschen was investieren an Zeit, an Zuwendung und Präsenz, dass sich eine Partnerschaft zur Elternschaft parallel weiterentwickeln kann – das passiert bei ganz vielen Paaren nicht!

00:07:51: Und es ist ja auch verständlich.

00:07:52: oder jeder hat seinen Job, rund um die Uhr ist man eigentlich gespannt mit den Kindern.

00:07:58: Man hat einen Haushalt zu betreiben und dann ist oft so das, was noch überbleiben kann auf der Paarebene oder jeder Falt am Abend erschöpft ins Bett.

00:08:07: Und da ist das leere Nest, es kann schon wie so ein Brennglas wirken... Es kann ja schon sein.

00:08:13: Also es ist genauso ambivalent wie der Auszug, oder?

00:08:16: Es kann auch schon sein in den Paaren sagen jetzt ist wieder mehr unsere Zeit wir haben jetzt vieles unseren Kindern gewidmet sozusagen sind wir wieder stückweit mehr dran.

00:08:25: aber es kann natürlich Probleme zum Vorschein bringen die halt so nicht wirklich erkennbar waren wo das Paar eher funktional ist aber doch emotional eher distanziert.

00:08:38: Und da kommt es dann schon zu Krisen ein in Ehren und Partnerschaften.

00:08:42: Also auch da ein bisschen so, dass das sichtbar macht was quasi vorher sich entwickelt

00:08:47: hat?

00:08:47: Genau, genau!

00:08:48: Und wiederum ist es nicht der Ausdruck des Kindes alleine oder sondern es ist nur sozusagen ein Stück weiter verstärker zu dem, was eh schon da ist.

00:08:57: Wie trifft es denn Alleinerziehende?

00:08:59: Weil dann vielleicht das Haus noch ein bisschen leerer.

00:09:02: Genau, genau!

00:09:03: Als ich denke Alleinerziehende... Alles das, was sie jetzt vorher beschrieben hat, wird wahrscheinlich noch ein Stück intensiver sein.

00:09:10: Es kommt immer darauf an, lebt die Alleinerziehen der Mutter oder der Alleinerziene Vater in einer Partnerschaft aber halt nicht zusammenwohnend, oder ist die Person neutral breit aufgestellt?

00:09:25: Oder hat die Alleinerzieherschaft das gebracht dass sie eben kaum noch außerhalb von der Kindeserziehung etwas tun haben können vielleicht noch die Arbeit und dann bin ich natürlich dünner aufgestellt sozusagen.

00:09:38: Und hier ist es denke ich schon sehr wichtig weil das Kind dann vielleicht sowas wieder alleinig.

00:09:45: Also Partner ist jetzt falsch, aber die Bezugsperson des Alltags war über viele Jahre.

00:09:50: Und wenn sie dann immer da ist, dann ist es vielleicht noch einmal ein Stück weit mehr Identitätsfrage.

00:09:56: Aber ich glaube das hängt immer davon ab wie breit ist man aufgestellt?

00:10:01: und eben viel paaren sehr oft schon frühzeitig damit zu beginnen sich nicht nur auf die Kinder zu fokussieren.

00:10:09: Die Kinder werden immer größer und das ist schon klein.

00:10:12: als Säugchen, als Baby, als Kleinkind sollt man mehr oder weniger rund um die Uhr da sein, mit einbezugtes Bezugssystem wie Großeltern und so weiter Nachbarnfreundinnen.

00:10:25: Aber die Kinder werden auch größer und die Autonomie der Kinder wird größer.

00:10:28: Und da ist es wichtig dass man sich mit dieser Autonomien ermittentwickelt.

00:10:32: Man sieht das dann sehr oft bei Frauen, die beginnen immer mehr Stunden zu arbeiten von der Karenze in die Teilzeit oder Geringfügigkeit dann in die Vollzeit.

00:10:42: Das sind dann einfach Bewegungen, wo man mit der Autonomie des Kims mit sollte.

00:10:48: Wenn man nicht nachher wirklich unter ein Emptiness-Zyndrom leiden will.

00:10:53: Freundschaften und Hobbys wahrscheinlich?

00:10:55: Genau!

00:10:56: Ganz wichtig, genau.

00:10:57: Und alles das was Sinn stiftet, gell?

00:10:59: Also ich denke, Elternschaft ist natürlich ganz Sinnstiften aber genauso kann Berufsinnstifte sein, kreditative Zwecke können Sinnstifting sein, Kreative, Sportliches ja einfach dass man die breite Palette

00:11:14: hat So oder so ist auf jeden Fall eine Umstellung.

00:11:17: also wie du gesagt hast sehr langer Lebensabschnitt der nicht endet

00:11:22: sich verändert.

00:11:24: Genau,

00:11:25: wie steigt man sich da am besten neu auf oder passt sich an die neuen Lebensumstände an?

00:11:28: Was kann helfen in dem Prozess?

00:11:30: Genau.

00:11:31: also ich denke wichtig ist einmal dass man die Gefühle den man empfindet er ernst nimmt dass man sich nicht für die Gefühle schämt oder sie bagatellisiert, oder sie schlecht bewertet.

00:11:44: Sondern das darf ja alles in mir ausgelöst werden und ich finde es sehr wichtig wenn man ein Gesprächspartnerinnen- und Gesprächspartner hat!

00:11:54: Mit Freundinnen drüber reden, mit dem Partner drüberreden.

00:11:58: Vielleicht damit der Mutter, wie ist es dir damals gegangen als ich ausgezogen bin?

00:12:02: Weil letztlich ist das ja was Gutes!

00:12:04: Es kann ja nicht und die denkt, dass jeder Mutter jeden Vater zugänglich ist.

00:12:08: Es kann auch nicht die Aufgabe von Kindern sein da Hause zu bleiben, damit man die Eltern strukturiert.

00:12:15: Das geht sicher nicht gut aus.

00:12:16: also das wünscht man dem Kind ja nicht.

00:12:18: Und dass man einfach sehen kann... Vielleicht ein bisschen eine Krisenzeit jetzt für mich, aber definitiv auch eine Chance sich neu zu orientieren.

00:12:28: Und gerade im Chinesischen ist ja das Wort Veränderung Krise wird immer mit Chance.

00:12:34: Das ist das gleiche chinesische Zeichen und eben manchmal braucht man dazu professionelle Unterstützung, aber ganz oft funktioniert es auch ganz natürlich wenn ich mich ernst nimmt, wenn ich meine Gefühle ernst nehme.

00:12:48: und was kann ich denn machen?

00:12:50: Wo kann ich selber wirksam werden?

00:12:53: Und wenn ich merke, vormittags zu Hause, wenn alles so leer ist.

00:12:58: Was könnt ihr am Vormittag tun?

00:13:00: Wenn das die schwierige Zeit ist und unter anderem wäre es einfach auch eben die Kontakte dem man hat, die sozialen Netze einfach gut zu nutzen aktiv zu sein in die Bewegung zu kommen nach außen zu gehen Aber vielleicht auch durchaus mal bewusst machen, jetzt habe ich die Gelegenheit ein langes Bad zu nehmen oder ich muss nicht auf Knopfdruck verfügbar sein.

00:13:25: Wann immer ihr das Auto haben will, steht in der Garage.

00:13:27: Weil nicht mein Erwachsenersohn oder junger Erwaxenersohn damit wieder irgendwo ist.

00:13:34: Also vielleicht es auch bewusst zu den Vor- und Nachteile einer Liste zu machen?

00:13:39: Oder was ist jetzt besser?

00:13:41: Was ist jetzt anders mit was bin ich so ein Stück ambivalent und was mag ich gar nicht dran dass es Kind ausgezogen isst?

00:13:47: Ja sich einfach

00:13:48: wirklich ein... Beides darf da sein!

00:13:50: Beides

00:13:50: dürfte da sein.

00:13:51: genau

00:13:52: Du hast jetzt gerade Echa gesagt, aber da kann ja auch Positives daraus entstehen.

00:13:56: Also wie kann man da gestärkt eigentlich quasi dann auch?

00:13:59: raus hervorgehen?

00:14:01: Genau.

00:14:01: Wirklich zu erkennen, ich habe wieder viel mehr Freiräume!

00:14:04: Ich kann viel autonomer sein, ich kann mehr selber bestimmen, wann ich wo wie was machen will und können länger auf Urlaub fahren.

00:14:14: Nimmer nur in den Schulferien zum Beispiel.

00:14:16: also es gibt sicher eine Menge Vorteile die man genießen kann.

00:14:21: aber oft muss man sagen Stück über Hürde kommen, weil das Vertraute ist jetzt weg.

00:14:28: Und was man vielleicht viele Jahre eh beklagt hat oder unter dem ein Stück gelitten hat, ist dann immer... Aber dass man rüber springt ins Neue und ins Positive, das braucht auch ein bissel Zeit.

00:14:39: Können wir vorstellen, dass es manchmal eine Herausforderung ist mit den Kindern zu finden im richtigen Umgang?

00:14:47: Wie viel Kontakt wie eng befindet man da einen guten Weg?

00:14:50: Das ist ganz eine gute Frage!

00:14:52: Es ist ja so okay, Trennung im Sinne von, das Kind zieht aus dem gewohnten Haus oder aus einem gewohnen Leben.

00:15:00: Aber man bleibt ja Mutter und Vater.

00:15:04: Die Beziehung mit dem Kind verändert sich vom Wesen her.

00:15:09: Man ist weniger hierarchisch dann und weniger strukturierend ordnend, sondern es wird eher so ein bisschen Beziehung auf Augenhöhe.

00:15:17: Und ich denke, das ist eine Stück Verhandlungssache.

00:15:20: Wie mag man das denn haben?

00:15:22: Wie mag das Kind das ausgezogen sein?

00:15:24: Der hat schon einen jungen Erwachsenes.

00:15:26: Wie macht er's haben?

00:15:27: oder wie mögen sie Eltern haben?

00:15:30: Es gibt viele Familien – das höre ich oft im Freundeskreis – wo Sonntagabend einfach ... Erwachsene Kind telefoniert mit den Eltern, dass es einfach so ein gewisses Muster gibt.

00:15:42: Wenn das für beide Seiten passt oder dann ist es okay, das ist eine Stück Verhandlungssache und vielleicht muss man ein bisschen reinwachsen?

00:15:49: Es gibt schon Elternteile die ... vor allem zu Beginn und manchmal wird es akronisch jeden Tag anrufen, jeden Tag nachfragen, fragen was das erwachsene Kind gegessen hat, was er getan hat.

00:16:02: Und das ist dann natürlich viel zuviel.

00:16:05: Da muss man eben wieder schauen – Was ist denn die Rolle vom Erwachsenenkind für den Elternteil?

00:16:11: Ja, wenn die Mutter sozusagen, die nehme ich jetzt halt einfach her sich über das Kind viel Struktur gesichert hat.

00:16:19: Dann braucht die Mutter vielleicht diese täglichen Telefonate vielleicht noch in der Früh zu fragen wie es klaffen hat und zum Mittagfragen ob's Mittagessen hat und am Abend nachfragen wieder Tag war?

00:16:29: Und dann auch eine gute Nacht wünschen per SMS oder WhatsApp ist natürlich viel zuviel.

00:16:35: Da ist es aber wichtig dass die Erwachsenen Kindern lernen Grenzen zu setzen und sagen das passt für jetzt nicht und dass die Mutter da also in dem Fall halt Verantwortung übernimmt und sagt, na das merke ich selber.

00:16:48: Das ist eigentlich nicht die Aufgabe vom Kind mitzustabilisieren.

00:16:51: vielleicht sollte mal schauen was der tiefer liegende Grund ist wieso ich das mache?

00:16:56: Weil das sagen Mütter schon sie sagen, ich weiß, ich ruhe viel zu oft an aber irgendwie habe ich es gar nicht anders.

00:17:02: Genau genau weil man natürlich ein Stück die Kontrolle verliert.

00:17:06: Da brauchst du einfach viel Vertrauen.

00:17:10: ein Paar schon geleistet hat und die weiteren Schritte muss eben dieses erwachsene Kind sozusagen jetzt einfach selber gehen, dass man ein Stück Vertrauen hat.

00:17:19: Das ist gut machen!

00:17:21: Und dann neue Gewohnheiten entwickelt?

00:17:23: Genau!

00:17:23: Roudine... Genau,

00:17:24: genau!

00:17:25: Ich meine es kommt natürlich schon so, dass diese Zeit vom Auszug des letzten Kindes oder oft sind sehr mehrere Kinder und dann passiert Auszug pö apö aber es griff ja meistens die Lebensmitte Und in der Lebensmitte haben wir ja sowieso ein Lebensabschnitt, wo man uns wieder anpassen müssen.

00:17:44: Die Frauen erfahren die Wechseljahre... Hormonelle Veränderungen, körperliche Veränderung wo man einfach sich schon ein bisschen mit älter werden schon beschäftigt.

00:17:55: Männer ebenso.

00:17:56: es kommt vielleicht zu erster Kränkungen auch im Berufsleben weil man gewisse mit gewissen Tempi gerade in der Digitalisierung nicht mehr mitkommt.

00:18:05: Gibt's da vielleicht Kränkungen?

00:18:08: Eben der Körper wird älfter die Falten werden tiefer.

00:18:11: also denkt man ist mit so viel beschäftigt in dieser Zeit und ganz oft ist das ja so dass die eigenen Eltern dann ins Alter kommen, wo sie vielleicht ab Pflegebedürftig werden und Unterstützung brauchen.

00:18:23: Also da kommen schon mehrere Dinge zusammen.

00:18:26: Und wenn dann sozusagen auch noch der Auszug des letzten Kindes dazu foltern kann schon wieder so eine Summe an Belastungsfaktoren da sein die dann eben zu Schlaflosigkeit oder Depressiven erleben führen und wiederum nicht nur unbedingt den Auszug das Letzten Kindes

00:18:44: Eltern, die gerade durch die Phase gehen.

00:18:46: Was für ein Ratschlag würdest du ihnen mitgehen?

00:18:48: Es ist eine Zeit der Veränderung.

00:18:50: Seien sie geduldig mit sich selbst.

00:18:52: Nehmen Sie sich denn noch ernst und sprechen Sie einfach darüber an verschiedenen Orten.

00:18:57: Im ersten Moment ist man vielleicht einfach im Widerstand und will das nicht haben.

00:19:01: aber eben jede Krise ist eine Chance und man kommt wieder in einer Situation für mehr Gestaltung und Selbstbestimmung und es kann ganz was Schönes werden.

00:19:11: Vielen Dank fürs Gespräch!

00:19:13: Gerne Das war Gut zu Wissen.

00:19:16: Der Erklär-Podcast der Tiroler Tageszeitung.